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Páramo gleicht seine CO2 Emissionen seit Firmengründung aus - Cachabi Robber Frosch (Pristimantis achatinus) von Tropical Herping


Seit 2007 arbeitet Páramo mit dem World Land Trust (WLT) zusammen und gleicht jährlich die primären CO2 Emissionen des Standortes in England aus. Zehn Jahre lang wurde der jährlich zu kompensierende Betrag verdoppelt um nun mit einer zusätzlichen Spende die gesamten 25 Jahre seit Firmengründung zu kompensieren. Die Spenden gingen an das Carbon Balanced Programm und an andere Projekte des World Land Trust und werden verwendet um gefährdete Wälder in Ecuador, Bolivien, Paraguay, Kenia und Borneo zu erhalten und aufzuforsten. Die Initiative zeigt große Wirkung und schützt eine Vielzahl von einheimischen, bedrohten Tierarten wie beispielsweise den faszinierenden Jaguar oder Minute Frosch.

Páramo arbeitet beständig daran Arbeitsprozesse zu verbessern um den eigenen CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Dennoch ist es, wie bei jedem Unternehmen, nicht möglich CO2 Emissionen gänzlich zu vermeiden. Seit 2007 kompensiert die Firma ihren CO2 Ausstoß und hat zusätzlich ein System entwickelt mit welchem auch rückwirkend kompensiert wird. So wurden im Jahr 2007 auch die Emissionen von 1997 ausgeglichen und 2016 auch das Jahr 2006. 2017 haben sich Páramo und die Schwesternfirma Nikwax entschlossen den gesamten CO2 Ausstoß der Geschäftstätigkeit seit 1992 und damit die 25 Jahre seit der Firmengründung zu kompensieren und somit einen Beitrag zur Wiederaufforstung und Renaturierung von tropischen Wälder auf der ganzen Welt zu leisten.

Die Partnerschaft von Páramo und dem World Land Trust geht jedoch über das Carbon Balanced Programm hinaus. Seit Beginn der Zusammenarbeit ging für jede CO2 Kompensation auch eine Spende an ein anderes Naturschutzprojekt des WLT. Somit wird das Überleben von seltenen, einheimischen Spezies gesichert und die Biodiversität von Gebieten in Kenia, Borneo, Paraguay und Ecuador erhalten.

Es wurden insbesondere Projekte in Ecuador gefördert, die die Ausweitung der Rio Canandé, Laipuna, Numbani und Nangaritza Reservate unterstützen:

Das Rio Canandé Reservat liegt im Nord-Westen von Ecuador und umfasst einen kleinen Teil des bedrohten Chocó Waldes. Heute sind in Ecuador lediglich 10 % des ursprünglichen Waldgebietes noch erhalten, da die Region von starker Abholzung bedroht ist und den sich ständig ausweitenden Palmölplantagen. Die Fundación Jocotoco ist der lokale Partner des WLT und widmet sich der Ausweitung des Reservats, welches eine schier unglaubliche Biodiversität enthält. 363 Vogelarten sind hier beheimatet, unteranderem die vom Ausstreben bedrohten Great-green Macaw und Banded Ground-Cuckoo. Mehr als 60 Reptilien- und Amphibienarten wurden verzeichnet und über 100 Säugetiere, darunter Jaguare und seltene Affenarten. Rio Canandé ist außerdem der weltweit einzige Ort an dem der Mache Glass Frosch noch zu finden ist.

Das Laipuna Reservat liegt im südlichen Ecuador. Durch die Lage in den niederen und höheren Regionen der Anden gibt es hier eine unvergleichliche biologische und kulturelle Diversität. Die Region ist die Heimat von über 1000 Spezies und 5 Ökosystemen: Cloud Forest, Oberer Amazonas Regenwald, Tumbesian Dry Forest, Coastal Mangroves und das Páramo.

Numbami liegt in einem Netzwerk aus verschiedenen Naturschutzgebieten, welche zusammen das Podocarpus-El Condor Biosphären Reservat bilden. Hier findet sich eine außergewöhnliche Vielzahl von einheimischen Blütenpflanzen. Epiphyten kommen hier in besonders großer Zahl vor und in manchen Bäumen lassen sich über 100 verschiedene Spezies finden.

Nangaritza ist ein Schutzgebiet für den Regenwald auf den Ausläufern des Nangaritza Tals und verbindet die Anden mit dem Amazonas. Hier gibt es ein der höchsten Pflanzendiverstiäten weltweit und 40 % der Pflanzenarten kommen ausschließlich hier vor. So gut wie alle anderen Amazonasausläufer sind zerstört durch Land- und Viehwirtschaft, Abholzung und illegalen Bergbau. Dieser Wald ist eine gigantische CO2 Senke und hier leben bis heute unentdeckte Amphibien- und Reptilienarten, da die Region so entlegen ist. 2009 wurden 20 Insekten- und vier Froscharten entdeckt, die der Wissenschaft bis dato unbekannt waren, inklusive eines Minute Froschs, der der kleinste seiner Art ist.

Das Umweltmanagement von Páramo und Nikwax arbeitet mit dem World Land Trust zusammen, da die Organisation sich für einen dauerhaften, nachhaltigen Waldschutz einsetzt. Der WLT arbeitet mit lokalen Organisationen vor Ort zusammen und ist bekannt für die Diversität der geförderten Projekte. Aufklärung und Bildung werden beim WLT ebenso wahrgenommen, wie gesellschaftliche Verantwortung. Der Gründer von Páramo und Nikwax wurde 2015 in das Direktorium des WLT berufen.


Weitere Informationen unter www.paramo-clothing.com

Über Páramo

Páramo ist eine britische Outdoor-Bekleidungsmarke, die 1992 von Nick Brown, Gründer des Imprägniermittelherstellers Nikwax®, ins Leben gerufen wurde. Páramo verwendet die einzigartigen, direktionalen Textilien von Nikwax®, die ein optimales Feuchtigkeitsmanagement für eine Vielzahl von Outdoor Aktivitäten bieten. Dank cleverem Design und bewährter Funktionalität ist Páramo die bevorzugte Bekleidungsmarke von britischen Bergrettungsmannschaften und Polarforschungsteams, darunter die British Antarctic Survey. Páramo war die erste Outdoor Marke, die sich der Greenpeace Detox-Kampagne verpflichtet hat und damit in der gesamten Lieferkette garantiert PFC-frei produziert. Zudem produziert Páramo seit Unternehmensgründung in Zusammenarbeit mit der Miquelina Stiftung in Kolumbien, die sozial gefährdete Frauen im Bürgerkriegsland durch soziales Unternehmertum fördert. Die Stiftung wurde im Januar 2017 vollständiges Mitglied der World Fair Trade Organization.

 
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